Was macht Stress mit dem Körper?

Was macht Stress mit dem Körper?

Wenn wir gestresst sind, werden im Gehirn vermehrt die Botenstoffe Adrenalin und Noradrenalin freigesetzt. Der Blutdruck steigt, die Atmung wird schneller, mehr Sauerstoff gelangt in die Muskeln - jetzt ist der Körper bereit für die Kampf- oder Flucht Reaktion („fight or flight“). Die Nebennieren schütten nun das Stresshormon Cortisol in die Blutbahn aus. Die Produktion von Glukose in der Leber wird dadurch gefördert, was wiederum unsere Aufmerksamkeit erhöht. Auch die Immunabwehr wird bei Stress aktiv.

Im weiteren Verlauf der Stressreaktion werden die hemmenden Eigenschaften der Hormone und Neurotransmitter wichtig - so verhindert beispielsweise Cortisol ein Überschießen der Immunreaktion. Die innere Balance unseres Organismus, die Homöostase, wird so wiederhergestellt.

Ein gesundes Stresssystem reagiert also rasch und angemessen, entspannt sich aber auch selbst wieder. Bleibt das System jedoch auf Dauer aktiv, kommt es zur Fehlregulation von Stoffwechsel, Herz-Kreislauf-, sowie Immunsystem. Folglich können unter chronischem Stress entzündliche Prozesse im Körper zunehmen. Allergien, Übergewicht, Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, Erschöpfung, Appetit- und Lustlosigkeit, Schmerzen, sowie Konzentrationsstörungen können die Folge sein.

Chronischer Stress kann somit einen Zustand hervorrufen, der dem einer Depression ähnelt.

 

Foto: Pixabay 

 


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